Position beziehen – VideoArbeit [video-talk]

> Video-Talk @ Internationales Videofestival Bochum > [0706]

Video wird oft als neues ‘politisches Format’ des Filmemachens verstanden, manchmal eine ‘CamCorder Revolution’ diskutiert. Sieht man einmal ab von der EinsichtGill Scott Herons (’The Revolution will not be televised’) oder den Zweischneidigkeiten ubiquitärer Videotechnologie und ihrer Koppelungen mit den neuen digitalen Netzwerken (Überwachung, Spektakel), ist es sicherlich richtig, dass die Verbreitung und Zugänglichkeit der neuen digitalen Kamera- und Computertechnik viel zur besonderen Liason von Video und emanzipativer bzw. globalisierungskritischer Bewegung beigetragen hat.
In der Präsentation sollen – diesen allgemeinen Hintergrund vorausgesetzt – zwei andere Aspekte von Video als potentiell ‘politischer Technik’ hervorgehoben und diskutiert werden: zum einen die verschiedenen Möglichkeiten neuer *Positionalitäten* und *Positionierungen*, welche neue Perspektiven für Film ermöglichen oder einführen, und die sich oft den spezifischen Bedingungen und Verwendbarkeiten der neuen mobileren Videotechnologie verdanken; zum anderen die Angemessenheit – und auch: Notwendigkeit – von VideoArbeit, zur politischen Abbildung der neuen globalen, fraktalen und prekären Realitäten von Arbeit (*global labor*).
Sowohl die Idee der *RePositionierung*, wie auch die der *medialisierten Arbeit* und des *politischen Mappings* könnten vor dem Hintergrund einer Reihe kleiner, ausgesuchter und kurz kommentierter Videobeispiele weiter diskutiert und vermessen werden…




(i): Uli Stelzner | Asalto al Sueño


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eine Exploration mit:

Behind the Labels (USA/Saipan 2001), The City Beautiful (IND 2003), The Globalisation Tapes (RI 2003), Obreras sin Patron (ARG 2003), Les Intermittents du Spectacle (F 2004), Une Monde Moderne (F 2005), Angriff auf den Traum (D/MEX 2006), Maquilapolis (MEX/USA 2006), Valley of Resistance (TR 2007), u.a.